von Team eikenroth | Jan. 14, 2018 | Aktuelles & Rückblicke
Wintertage ohne Frost sind beste Pflanzzeit!
Warum Winterpflanzung? Wintertage ohne Frost sind beste Pflanzzeit. Hier gilt sinngemäß Alles, was auch für die Herbstpflanzung spricht. Nahezu das gesamte Pflanzensortiment ist im Winter in der Baumschule Rinn vorrätig (Ausnahmen sind Mittelmeerpflanzen und einige Stauden). Allerdings sind die Topfpflanzen im Winterquartier und müssen von den Gärtnern ausgehändigt werden. Mehr zu den Pflanzzeiten…
Winterschutz – Verfügbarkeit der Pflanzen für die Winterpflanzung
Im Dezember kommen die im Topf gezogenen Pflanzen (Containerpflanzen) ins Winterquartier, um die Wurzeln vor strengem Frost und dem Austrocknen durch den Wind zu schützen. Das sieht dann zwar nicht mehr dekorativ aus, es ermöglicht jedoch jederzeitigen Zugriff zum Pflanzen.
Die Töpfe werden eng zusammengerückt, an den Rändern, teilweise auch von oben mit Reisig abgedeckt (Schutz vor Frost und austrocknender Luft). Sofern die Erdkruste nicht fest gefroren ist, sind diese Pflanzen jederzeit pflanzbar. Im Gegensatz zu pflanzen, die aus einem beheizten Gewächshaus kommen, oder auf Bestellung aus wärmeren Gegenden der Welt angeliefert werden, wachsen sie auch im Winter gut an. Sie sind abgehärtet und erleiden keinen Temperaturschock beim Einpflanzen. Sobald die Pflanzen fest im feuchten Boden eingepflanzt sind, macht ihnen der Frost nichts mehr aus! Fazit: Wenn der Boden nicht fest zugefroren ist, erlaubt das reichliche Sortiment der Baumschule Rinn auch jederzeit im Winter eine anspruchsvolle Gartengestaltung.

von Team eikenroth | Aug. 18, 2016 | Aktuelles & Rückblicke, Querbeet - Überblick, Unsere Baumschule
Die Sortenerhaltung als Teil der Unternehmenskultur ist unser Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität. In der Baumschule Rinn empfand man schon immer eine gewisse Verantwortung dafür, im Rahmen der Möglichkeiten, die dem Betrieb gegeben waren, seltene Sorten von Pflanzen nicht untergehen zu lassen. Was für die historischen Apfelsorten gilt, gilt gleichermaßen für seltene Varianten von Ziergehölzen.
Sortenechtheit vs. Wirtschaftlichkeit
Dies ist in der Pflanzenproduktion ist eine permanente Herausforderung. Letztendlich kann man hier nur noch etwas erreichen, wenn a) eine tatsächliche Nachfrage besteht und b) die Nachfragenden bereit sind, dafür einen werthaltigen Preis zu bezahlen. Dies ist ein Zusammenhang, der zu kommunizieren geboten ist. So pflegen wir heute ein wohlsortiertes Ziersträuchersortiment, bei dem wir die kritischen Kandidaten lieber (trotz aller damit verbundenen Schwierigkeiten) selbst produzieren, als sie –„wirtschaftlicher“ – zuzukaufen. Dafür bekommt der Kunde dann die echte Sorte.

Rettung einer Haselnuss
Der Gailsche Park in Biebertal – Rodheim, nördlich von Gießen, ist ein englischer Landschaftspark, der ab Mitte des 19. Jahrhunderts von damals namhaften Gartenarchitekten im Auftrag eines wohlhabenden Industrieellen angelegt wurde. Er war für mehr als 150 Jahre der Öffentlichkeit nicht zugänglich und ist nahezu im Originalzustand erhalten. Nachdem er im Jahre 2002 geöffnet wurde, stellte sich heraus, dass er eine Anzahl ausgesprochen seltener Pflanzen beherbergt. Darunter war eine im Eingehen begriffene geschlitztblättrige Haselnuss, Corylus avellana Heterophylla. Diese sollte durch ein gesundes, neues Exemplar ersetzt werden, was sich als ausgesprochen schwierig erweisen sollte. In Baumschulen war die Pflanze kaum noch bekannt, die Wenigen, die sie noch gelistet hatten, waren gerade nicht lieferfähig. Der Förderverein, der sich jetzt um den Park kümmerte, bat die Baumschule Rinn, den Versuch einer Vermehrungsmaßnahme, auf Basis des dürftigen, noch vorhandenen lebendigen Pflanzenmaterials, durchzuführen. Es gelang. Drei schwache Pflänzchen blieben von der ersten Veredelungsreihe übrig. Nach zwei weiteren Jahren waren daraus kräftige, verpflanzbare Sträucher geworden, sodass die Ersatzpflanzung der Corylus avellana Heterophylla durchgeführt werden konnte.

Asyl für eine Hauswurzsammlung

In Zusammenarbeit mit dem Präsidiumsmitglied der Deutschen Gartenbaugesellschaft, Lüder Nobbmann, und dem Verein „Netzwerk Pflanzensammlungen“, haben wir 2014 eine Sammlung von 700 Sempervivum (Hauswurz) Sorten übernommen, die aus Altersgründen des bisherigen Sammlers unterzugehen drohte. Die Sammlung bekam eine neue Heimat und wurde von dem Pflanzenzüchter Lüder Nobbmann, betreut. Aus Alters- und Gesundheitsgründen des Betreuers musste diese Sammlung inzwischen leider vollständig aufgelöst werden.
Historische, hessische Apfelsorten bewahren

Der Heuchelheimer Schneeapfel hat seine – unsere – Geschichte: Hier kann man sie lesen. – Da sind noch weitere:
– Der Kloppenheimer Streifling ist eine Apfelsorte, die einst auf Märkten in und um Wiesbaden als Tafelobst gehandelt wurde. In den 90er-Jahren war der „Umweltgruppe Kloppenheim (bei Wiesbaden)“ aufgefallen, dass es davon offensichtlich nur noch ein einziges erhaltenes Exemplar gab. Es stand in der Igstädter Gemarkung. Man schnitt nach Rücksprache mit uns Edelreiser. Wir vermehrten den Baum. Jetzt ist er wieder im Sortiment mehrerer hessischer Baumschulen.
– Der Dorheimer Streifling ist eine alte Wetterauer Lokalsorte. Er galt als fast untergegangen, bis nach einem Zeitungsaufruf 1995 drei Standorte des „Streiflings“ durch die Naturschutzgruppe Friedberg-Dorheim identifiziert werden konnten. (mehr lesen) Edelreiser wurden geschnitten und in die Baumschule Rinn gebracht … .
– Der Weilburger Apfel, die nächste zu erzählende Geschichte. Auch von diesem Apfel wurde lange ein Baum gesucht, der als Reiserspender die Wiederaufnahme ins Baumschulsortiment gestattete.
Die Geschichte wird fortgesetzt.
…
von Team eikenroth | Mai 13, 2016 | Aktuelles & Rückblicke

Ein pflanzenkundlicher, besinnlicher, abendlicher Spaziergang durch die Baumschule
mit Angela Römer-Zeibig und Lüder Nobbmann.
Termin: Donnerstag, 9. Juni 2016
Treffpunkt: 18 Uhr in der Baumschule
Voranmeldung erbeten!
von Team eikenroth | Mai 5, 2016 | Aktuelles & Rückblicke, Querbeet - Überblick
Obsthochstämme


Gruppenfoto mit HR-Repoorter
Hintergründe:
Im Rahmen des hessischen Biodiversitätsprogramms hat sich in der Stadt Gießen eine Arbeitsgruppe Streuobst gebildet. Zu dieser Abeitsgruppe gehört der vor mehr als 30 Jahren in Gießen sesshaft gewordene gebürtige Marrokkaner und Germanist Abderrahim En-Nosse. Er leitet eine Arbeitsgruppe „Flüchtlinge in Kultur einführen“. Diese Gruppe kümmert sich seit geraumer Zeit um Gärtnerische Projekte in Gießen und Umgebung. Die Gruppenmitglieder hatten bereits einen Obstbaum-Schnittkurs beim Obst- und Gartenbauverein (Gießen-)Wieseck absolviert und warteten auf eine Gelegenheit Obstbäume pflanzen zu können. „Wir wollen sichtbar machen, dass wir uns verwurzeln, indem wir einen Baum einpflanzen“, sagt En-Nosse. Dies sollte im Rahmen der giessener Streuobst-Arbeitsgruppe geschehen. Diese war Anfang April jedoch gerade gegründet und befand sich noch in der Findungsphase, ablauforganisatorische Dinge, Finanzierungsregeln, waren noch nicht erstellt und eingespielt. Dadurch war in Frage gestellt, ob die herbeigesehnte Auftaktpflanzung noch im laufenden Frühjahr hätte stattfinden können. Denn für die wurzelnakten, dreijährigen Obstbaum-Hochstämme geht Ende April die Pflanzzeit zu Ende. Wolfgang Zeibig, Mitinhaber der Baumschule Rinn in Gießen und ebenfalls Arbeitsgruppenmitglied war von dem Integrationsprojekt angetan, spendete kurzer Hand 10 Apfelbaum-Hochstämme in historischen und alten hessischen Sorten und half bei der Pflanzung selbst mit. Diese fand dann am Mittwoch, dem 21. April auf einer Wiese im Stadteil Wieseck unter der Schirmherrschaft des Umweltamtes der Stadt Gießen statt. Der Vorsitzende des Wiesecker Obst- und Gartenbauvereins, Klaus Marschner, unterstützte die Aktion mit Pflanzwekzeug.
Die beiden giessener Tageszeitungen und der HR waren vor Ort und berichteten.
Alles in Allem: eine gelungene Aktion in vielerlei Hinsicht und ein guter Start für die Streuobstinitiative.
von Team eikenroth | Apr. 12, 2016 | Aktuelles & Rückblicke
Erleben Sie die Frühlingsblüte in ihrer vollen Pracht! Wenn die Baummagnolie blüht – leider tut sie das nur für wenige Tage – ist der Frühling da.
Das war das Frühlingsfest am Sonntag, dem 17. April 2016
Kleine Rückschau:

Spaziergang durch die Baumschule
Bei – entgegen der Vorhersage – bestem Wetter, bot sich den Besuchern die Gelegenheit, die Baumschule von ihrer schönsten Seite kennenzulernen.
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt durch die Ockstädter Feierwehr und das Kuchenbüffet des Gesangvereins Germania Heuchelheim.

Ockstädter Feierwehr beim Frühlingsfest – Tag der offenen Gärtnerei in der Baumschule Rinn

Im Rahmenprogramm wirkten mit:
WINDBRUCH, Michael Sack: Gartendeko und Rosenbögen
Christiane Winter: Wellnessprodukte mit natürlichen Zutaten in Bioqualität von papaya.pflege
Annette Kurzbuch, Heilpraktikerin: berät zu Heilkräutern für die Hausapotheke und selbstgemachten Kräutertees
Konditormeisterin Anja Schneider: handgemachte Pralinen und Tafelschokoladen
Vogelsberger Bauernbrot
von Team eikenroth | Apr. 5, 2016 | Aktuelles & Rückblicke
Am Sonntag, dem 10. April findet im Gesellschaftshaus des Palmengartens in Frankfurt am Main die 8. Internationale Apfelweinmesse (früher: Apfelwein im Römer) statt. Nähere Infos unter:
APFELWEIN WELTWEIT
Die Baumschule Rinn war mit einem Informationsstand vor Ort. Nicht nur über Obst- und Apfelbäume, sondern über das gesamte Sortiment an Gartenpflanzen konnte man sich informieren.
Hier ein kleiner Rückblick:

Der Stand der Baumschule Rinn bei Apfelwein Weltweit am 10. April 2016 im Palmengarten zu Frankfurt am Main